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Iga Swiatek

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Iga Swiatek: Die Tennisspielerin aus Polen mit viel Power

Iga Swiatek wurde am 31. Mai 2001 in Warschau geboren. Sie stammt aus einer sehr sportbegeisterten Familie. Ihr Vater Tomasz saß bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul als Ruderer im polnischen Doppelvierer. Iga begann mit dem Tennissport, weil sie ihre ältere Schwester besiegen wollte. Heute ist sie die erste polnische Tennisspielerin, die ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte. Sie triumphierte bei den French Open im Jahr 2020.

Swiatek versucht, den Ball möglichst früh im Aufstieg zu treffen und hat mit der hohen Schlaggeschwindigkeit, der hervorragenden Beinarbeit und ihrem taktischen Geschick alle Trümpfe in ihrer Hand. Bemerkenswert ist ihr ruhiges Auftreten und ihre Gelassenheit auch in Drucksituationen. Die Arbeit mit einer Sportpsychologin zahlt sich offensichtlich aus. Am liebsten spielt sie auf Sandbelägen. Im Jahr 2020 erhielt Iga Swiatek die Auszeichnung zum „WTA Fan Favorite Singles Player of the Year“.

Triumph bei den French Open 2020

Bereits als Juniorin feierte Swiatek 2018 große Erfolge: den Juniorinnen-Titel im Einzel in Wimbledon und den Doppel-Titel bei den French Open an der Seite von Catherine McNally.

Die größten Erfolge erzielte sie im Jahr 2020. Bei den Australian Open kam sie in die vierte Runde des Grand-Slam-Turniers und bei den US Open in die dritte Runde. Bei den French Open besiegte sie im Achtelfinale die topgesetzte Simona Halep mit 6:1 und 6:2, zog ohne Satzverlust in ihr erstes Grand-Slam-Finale ein und besiegte schließlich Sofia Kenin in zwei Sätzen. Mit diesem Titel katapultierte sich Swiatek auf Platz 17 der Weltrangliste und schrieb außerdem Geschichte: Die Polin war die jüngste French-Open-Siegerin seit Monica Seles im Jahr 1992.

Nummer 1 der Welt und Titel-Hattrick in Paris

Anfang 2022 erreichte Swiatek das Halbfinale der Australian Open. Anschließend gewann sie in beeindruckender Manier drei WTA-1000-Turniere innerhalb weniger Wochen. Am 4. April 2022 krönte sie ihre Leistungen mit dem Status als Nummer 1 der Damen-Tenniswelt – übrigens als erste Polin überhaupt. Im Juni 2022 triumphierte sie erneut bei den French Open und bezwang dabei im Finale die US-Amerikanerin Coco Gauff. Ihre Dominanz untermauerte sie mit einer beeindruckenden Serie von 37 Siegen in Folge.

Im Finale der US Open 2022 setzte die Polin ihre Erfolgsgeschichte einfach fort und besiegte Ons Jabeur souverän in zwei Sätzen. Damit war sie die erste Polin, die die US Open im Dameneinzel gewinnen konnte. Bei den French Open 2023 gelang ihr erneut der Turniergewinn, ebenso wie beim Saisonabschluss bei den WTA Finals in Cancún. Auch 2024 eroberte Swiatek die Hauptstadt Frankreichs und holte sich ihren dritten Titel in Folge bei den French Open – ihrem erklärten Lieblingsturnier auf Sand.

2025 gelang Iga Swiatek schließlich der Sprung, auf den viele gewartet hatten: Sie gewann mit Wimbledon erstmals ein Grand-Slam-Turnier abseits des roten Sandes und rundete damit ihre Titelsammlung auf allen drei Belägen ab. Es war bereits ihr sechster Grand-Slam-Titel. Die Saison 2026 verlief für die Polin bislang wechselhafter: Nach einem eher verhaltenen Start und der Trennung von Trainer Wim Fissette im März 2026 arbeitet sie inzwischen mit Francisco Roig zusammen. Trotz einzelner überraschender Turnierausgänge zählt Swiatek als sechsfache Grand-Slam-Siegerin und ehemalige Weltranglisten-Erste weiterhin zur absoluten Weltspitze und gehört zum engsten Favoritenkreis bei jedem Grand-Slam-Turnier.

Iga Swiateks Spielstil ist offensiv und variabel

Die 1,76 Meter große Iga Swiatek spielt ein sehr aggressives und variables Tennis. Aufgrund ihres sehr offensiven Spielstils erzielt sie viele direkte Punkte, es unterlaufen ihr jedoch auch viele vermeidbare Fehler. Sie selbst beschreibt ihre Spieltaktik auf Sand als eine Kombination ihres starken Aufschlags, dem Vorhand-Topspin und der Longline-Rückhand. Sie bereitet ihre Punkte sorgfältig vor und hat auch die Geduld, auf die passende Gelegenheit zu warten und im richtigen Moment den Winner zu schlagen.

Sowohl die Vorhand als auch die beidhändige Rückhand haben viel Power. Die Vorhand spielt sie mit einem extremen Western-Griff und viel Topspin. Bei Iga Swiateks Roland-Garros-Triumph im Jahr 2020 betrug ihre durchschnittliche Vorhand-Geschwindigkeit 118 km/h – deutlich mehr als bei allen anderen Spielerinnen. Ihre Rückhandgeschwindigkeit ist ebenfalls außergewöhnlich hoch. Sie erreichte bei den French Open 2020 einen Höchstwert von 122 km/h, was wiederum den Top-Wert aller Spielerinnen bedeutet und ungefähr der Rückhandgeschwindigkeit von Dominic Thiem entspricht, der über die schnellste Rückhand bei den männlichen Tennisprofis verfügt.

Swiatek strebt häufig ans Netz und spielt aufgrund ihrer Erfahrung im Doppel auch über einen ausgezeichneten Volley. Ihr erster Aufschlag erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h und einen Durchschnittswert von 166 km/h. Mit diesem sehr druckvollen Aufschlag kann sie den Ballwechsel von Anfang an diktieren und es gelingt ihr meist, die eigenen Aufschlagspiele zu gewinnen.

Iga Swiatek gelingt „Shot des Jahres 2019“

Iga Swiatek variiert geschickt zwischen einem Kick-Aufschlag und einem Slice-Aufschlag, die beide auch als zweite Aufschläge eingesetzt werden. Gerne spielt sie einen Stoppball und andere aufsehenerregende und für die Gegnerin überraschende Schläge. Sie erhielt übrigens mit einem sehenswerten Cross-Court-Drop-Shot von der Grundlinie die Auszeichnung des „Shot des Jahres 2019“ der WTA-Tour.

Iga Swiateks Ausrüstung: Tecnifibre-Schläger und On-Outfits

Bei ihrem ersten Grand-Slam-Triumph 2020 spielte Iga Swiatek noch mit einem Tennisschläger von Prince, ehe sie im Januar 2021 zu Tecnifibre wechselte. Gemeinsam mit den Tecnifibre-Ingenieuren war sie direkt an der Entwicklung ihres eigenen Modells beteiligt: Aus dem von ihr getesteten und signierten Tempo 298 IG ist inzwischen die Signature-Serie T-Fight I.G. hervorgegangen, die mit ausgewogenem Balancepunkt und XTC-Fasereinsätzen viel Speed mit kontrollierter Power verbindet – im aktuellen Design sogar mit der Zahl 4 für ihre vier French-Open-Titel. Bei Bekleidung und Schuhen setzt sie auf die Schweizer Marke On, unter anderem auf Modelle aus der gemeinsam mit Roger Federer entwickelten "The Roger"-Linie.

Bei Tennis-Point findest du sowohl den Tecnifibre-Signature-Schläger als auch On Tennisbekleidung und On Tennisschuhe sowie eine riesige Auswahl weiterer Top-Produkte aller führenden Tennismarken, welche die Tennisprofis auf der WTA-Tour verwenden.